Essen - Nein? JA! Wie viel?? Was?? Warum??
Nach Schätzungen der deutschen Gesellschaft für Ernährung sind allein in Berlin 40 bis 50 tausend Menschen essgestört. Sie essen zu wenig (Anorexie) zuviel (Adipositas) oder essen und erbrechen sich (Bulimie).
Für all diese Menschen haben Nahrungsmittel einen anderen Stellenwert als: den Hunger stillen, das Sattsein erleben, Genuss spüren, Freude am Essen haben.
Sie essen, um sich zu entspannen, sich zu stärken, sich aufzufüllen, sich zu verwöhnen, sich zu trösten, sich etwas Gutes zu tun. Sie essen, wenn sie sich leer und langweilig fühlen, allein, wenn sie wütend sind oder traurig.
Oder sie essen nicht, um sich stark und unabhängig zu fühlen.
Esssüchtige schützen ihre sensible, ihre empfindliche Seite mit einer dicken Schutzschicht, mit einer Art Panzer. Sie möchten niemanden so recht an sich ranlassen, auch wenn die Sehnsucht danach sehr groß ist. Je größer die Sehnsucht, desto größer die Angst vor Zurückweisung, vor Enttäuschung.
Essgestörte Menschen leiden oft an einem Mangel an Liebe zu sich selbst. Sie suchen Anerkennung und Liebe bei anderen, haben aber gleichzeitig den Wunsch, unabhängig zu sein. Diese unterschiedlichen Wünsche und Bedürfnisse führen zu Spannungszuständen, die oft über Essen reguliert werden.
In größeren Städte gibt es Selbsthilfegruppen, so z.B. in Berlin "Dick und Dünn".
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie Hilfe brauchen, wenden Sie sich an die örtliche kassenärztliche Vereinigung oder Ihre Krankenkasse. Beide haben Adressenlisten von bei den Krankenkassen zugelassenen Psychotherapeutinnen.
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