Gerald Hüther, Professor für Neurobiologie an der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen, hat mit dem Stern-Journalisten Ulli Hauser das Buch "Jedes Kind ist hochbegabt" veröffentlicht.

In einem Interview sagt er dazu:

Die Schulen verstehen sich zu sehr als Einrichtungen, in denen Schüler unterrichtet und geprüft werden. Es wird ausgelesen: Wer den Stoff gut kann, kommt durch, wer nicht, bleibt sitzen oder muss die Schulform wechseln.

Das mag früher eine gute Vorbereitung auf die Anforderungen der Arbeitswelt gewesen sein. Nur haben sich die Anforderungen verändert. Heute kommt es nicht mehr darauf an, viel auswendig zu lernen. Viele Unternehmen suchen händeringend Menschen, die mitdenken und eigene Ideen haben. Das Problem: In den Schulen wird alles nach Lehrplänen abgewickelt, mit dem Blick auf Pisa und das nächste Testverfahren. Dabei passiert, was nie passieren darf: Den Kindern geht die Leidenschaft verloren. Sie haben dann vielleicht noch Lust auf gute Zensuren, aber nicht auf Mathematik, Physik, Literatur und Poesie.

Ich möchte - gemeinsam mit der Initiative "Schule im Aufbruch" - Bündnisse mit Eltern, Lehrern, Schülern und der Schulleitung initiieren, um die jeweilige Schule zu transformieren und dort eine andere Lern- und Beziehungskultur zu entwickeln.

Eine Notwendigkeit dazu ist das Wissen darum, dass in jedem Kind mehr steckt, als bisher von Lehrern zur Entfaltung gebracht wird.

 

 

 

Gerald Hüther, Uli Hauser

Jedes Kind ist hochbegabt.

Die angeborenen Talente unserer Kinder und was wir aus ihnen machen.

Knaus Verlag, München 2012

 

Zu dem Buch:

Jedes Kind hat vielseitige, wertvolle Begabungen. Das kann die Neurowissenschaft schon längst belegen. Also weg mit dem Begabungskonzept aus dem vorigen Jahrhundert. Endlich weniger Frust und Stress bei der »Erziehung« und vor allem 
mehr Chancen für alle unsere Kinder. Dieses Buch entlastet Eltern und Schulen von quälender Fixierung auf Bestnoten und bietet die überfällige Perspektive in einer seit Jahren festgefahrenen Bildungsdebatte.
Unsere Vorstellung von Begabung und »Intelligenz« ist grundlegend falsch, sagt der Neurobiologe und Bestsellerautor Gerald Hüther. Eltern und Schulen tun zwar alles, um die Fähigkeiten unserer Kinder zu fördern. Aber unser aus dem vorigen Jahrhundert stammendes Schul- und Bildungssystem ist noch immer viel zu stark auf Wissensvermittlung und das Erreichen guter Zensuren fokussiert. 
Mit seinen Selektionskriterien bringt es zwar Einserschüler und -studenten hervor, die dann aber im Berufsleben allzu oft versagen. 

Auf der Strecke bleiben viele ungenutzte und frustrierte Talente, und diesen Irrweg beschreiten wir schon viel zu lange.

Gerald Hüther legt dar, wie sich das kindliche Gehirn entwickelt, welche Begabungen in jedem Kind angelegt sind, und was Kinder und Jugendliche brauchen, um ihre besonderen Talente entfalten zu können. 
Der »stern«-Reporter Uli Hauser beschreibt die Bedingungen, unter denen Kinder gegenwärtig aufwachsen. 
Da passt fast nichts zusammen. Hüther und Hauser fordern deshalb ein radikales Umdenken. 

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