Prüfungsfragen

 

Ein 15‑jähriger Junge wird von seinen Eltern einem Psychotherapeuten vorgestellt. Die Eltern beklagen die Interessenlosigkeit des Jungen, Mangel an Aktivität und Initiative sowie geringen schulischen Fleiß. Er verbringe die meiste Zeit mit Spielen am Computer, auch seine Fähigkeit zur Aufnahme sozialer Beziehungen sei eingeschränkt. Die Eltern befürchten eine psychische Fehlentwicklung bei dem Jungen sowie Misserfolge auf dem Gymnasium und drängen auf eine Behandlung, die ihren Sohn mobilisieren soll. Sie möchten sich als Therapeut ein Bild von der Problematik aus der Sicht des Jungen machen und vereinbaren deswegen ein Einzelgespräch. Welche der nachfolgend genannten Schwierigkeiten des Motivations‑ und Beziehungsaufbaus ist in der Therapie dieses Jungen am ehesten zu erwarten? (A) Der Aufbau eines Arbeitsbündnisses ist in diesem Alter noch nicht möglich. (B) Der Junge wird den männlichen Therapeuten als Konkurrenten ablehnen. (C) Der Junge wird den Therapeuten zuerst als Verbündeten der Eltern ansehen, der die Wünsche der Eltern umsetzen soll. (D) Die Konzentrationsfähigkeit von Jugendlichen ist noch nicht ausreichend, um eine 50‑minütige Therapiesitzung durchzuführen. (E) Die Problematik weist auf einen frühkindlichen Autismus hin, der den Jungen generell an konstruktiver Beziehungsgestaltung hindert.

 

Der Entwicklung einer Zwangsneurose geht nach psychoanalytischen Vorstellungen eine fehlgeschlagene psychosexuelle Phasenentwicklung voraus. In welcher Phase ist diese anzusiedeln? (A) anale Phase (B) genitale Phase (C) Latenzphase (D) orale Phase (E) phallische Phase

 

Welcher der folgenden Aspekte unterscheidet die klassische Psychoanalyse und die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie am deutlichsten? (A) Annahme unbewusster Motive (B) Bearbeitung neurotischer Konflikte (C) Bearbeitung von Widerstand (D) Bedeutung von Einsicht (E) Tiefe der therapeutischen Regression

 

Mary Ainsworth und nach ihr anderen Arbeitsgruppen gelang es, mit dem "FremdeSituationstest" verschiedene Muster von Bindungsverhalten zu differenzieren. Welche der folgenden Gruppen von Verhaltensweisen beschreiben diese Bindungsstile am zutreffendsten? (A) autonom; ängstlich‑distanziert; distanziert‑wütend; ambivalent (B) autonom; symbiotisch‑klammernd; ambivalent; unsicher (C) autonom; symbiotisch‑klammernd; desorganisiert; unsicher (D) sicher; symbiotisch‑klammernd; ambivalent; unsicher (E) sicher; unsicher‑vermeidend; unsicher‑ambivalent; desorganisiert

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