Kinder- und Jugendlichentherapie ist auch Familientherapie.

Im Fokus der Therapie steht oft nicht der einzelne Patient, sondern der Patient Familie (Richter).

Die Therapeutin muss meist mindestens drei Generationen im Blick haben:

Sie sollte die Eltern in ihrem oft verzweifelten Versuch, gute Eltern zu sein, verstehen, ohne den gesunden Entwicklungswunsch des Patienten und sein Leiden an der momentanen Begrenztheit der Eltern aus dem Auge zu verlieren.

Dabei können Jugendliche und ihre Eltern unterschiedliche Erwartungen an die Therapie haben, unterschiedliche Vorstellungen, was sich durch eine Therapie verändern soll.

Bei der Therapie mit Kindern und Jugendlichen gibt es verwickelte Übertragungsbeziehungen:

Es gibt die realen Eltern und zugleich die „inneren“ Eltern des Kindes(das Bild, das sich das Kind von seinen Eltern macht), es gibt ein reales Kind wie auch ein „inneres“ Kind der Eltern(das Kind, das die Eltern einmal waren, das Kind, das die Eltern in ihrem Kind sehen).

Der Umgang des Erwachsenen mit seinem Kind ist zugleich ein Umgang mit den unbewussten kindlichen Anteilen in ihm selbst, und dies kann für die Eltern zu neuen, reiferen, geglückteren Lösungsformen ihrer verinnerlichten Konflikte führen. (s. Fallbeispiel Sabrina)

 

Manchmal ist die Kindertherapeutin „Anwalt des Kindes“, vertritt gerade diejenigen Seiten des Kindes, die von den Eltern nicht oder verzerrt wahrgenommen werden.

Die Therapeutin kann die Bilder, die beide Seiten voneinander haben, wahrnehmen und kritisch hinterfragen.

 

Psychotherapeutische Praxis

Regina Konrad

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